Stimm- und Sprechtraining

( workshop - Auswahl )

 

Stimmige Kommunikation

Für Menschen, die beruflich und privat mehr Gehör finden  möchten

 

Wird mir zugehört, wenn ich etwas sage? Bin ich in Kontakt mit mir, wenn ich spreche? Und wie offen sind meine Ohren für das, was andere mitteilen? Der stimmige Gebrauch der eigenenSprechstimme und das gelassene (Zu-)Hören

sind die Voraussetzung für 'stimmige Kommunikation', für Verstehen und Verständigung. In dem ein-dreitägigen Workshop erfahren die Teilnehmer*innen mehr über ihren stimmlichen und sprecherischen Ausdruck. Durch spielerische Stimm-, Hör- und Bewegungsübungen in der Gruppe wird der Resonanzreichtum der Stimme entwickelt. Beim Erzählen und in Rollenspielen wird erlebbar, wie die Art und Weise zu sprechen, die Kommunikation mitbestimmt und was dabei mehr oder weniger förderlich ist.

 

"Das Verständliche an der Sprache ist nicht das Wort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo,

mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft

hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: alles das also, was nicht geschrieben werden kann."

(zugeschrieben Friedrich Nietzsche)

 

Tagesworkshop, je nach Bedarf 1–3 Tage

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage

 

 Stimmig und frei reden

Stimmbildung und rhetorische Kommunikation für den Berufsalltag

 

Wenn ZuhörerInnen oder GesprächspartnerInnen für die eigenen Belange interessiert werden sollen, ist es günstig, frei und sicher zu reden und gleichzeitig stimmlich und sprecherisch ansprechend zu wirken. Einer angenehmen Stimme hört man einfach gern zu. Und von einer hörerbezogenen Darstellungs- und Sprechweise hängt ab, welche Überzeugungskraft die sprechende Person hat. Hemmun-gen, in öffentlichen Situationen zu sprechen, kennen 90% aller Redner*innen. Der Trick: sich damit arrangieren.

Die Teilnehmer*innen erlangen Basiswissen über den Einsatz ihrer Stimme und das freie Reden. Dabei geht es nicht darum, einen perfekten, sondern den persönlichen Rede-und Sprechstil zu entfalten.

 

Allein der Vortrag nützt dem Redner viel. (Urfaust)

 

Tagesworkshop, je nach Bedarf 1–3 Tage

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage.

Kafkaesk! Sprechchor-Sonntag für Experimentierfreudige

Kurze Texte aus dem Frühwerk von Franz Kafka (etwa 'Wunsch, Indianer zu werden', 'Ausflug ins Gebirge', 'Die Bäume') und Texte anderer Autor*innen bilden das Material für Sprechchor-Stücke. Nach einem Warm-up der Stimme geht es los: Zunächst wird das Zusammenspiel verschiedener Sprechstimmen, Rhythmen und Artikulationen nach vorgegebenen Partituren geübt, dann können die Teilnehmenden ihre eigenen Sprechstücke erfinden. Dabei gibt es Einiges zu entdecken, z.B. wie nahe Sprache der Musik sein kann, wie viele sprecherische Variationen eines Satzes möglich sind oder welch überraschende Möglichkeiten in der eigenen Stimme stecken. Keine Frage, dass die Sprechstücke, die im Laufe des Sonntags entstehen, höchst originell sein werden!

 

Tagesworkshop, ca. 10.30–16.30 Uhr

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage

 

Auf der Galerie

Wenn irgendeine hinfällige, 

lungensüchtige Kunstreiterin

in der Manege

auf schwankendem Pferd

vor einem unermüdlichen Publikum

vom peitschenschwingenden

erbarmungslosen Chef

monatelang

ohne Unterbrechung im Kreise rundum

getrieben würde,

auf dem Pferde schwirrend,

Küsse werfend,

in der Taille sich wiegend.

...

Franz Kafka

Kunst des Vorlesens

Workshops Stimme: Die Kunst des Vorlesens

Vorlesen ist ein Übersetzungsvorgang: mithilfe von Stimme und Sprechweise verwandelt der/die Vorlesende aneinandergereihte Buchstaben-Zeichen in Vorstellungen, Empfindungen und Gefühlszustände. Ob und wie es Vorlesenden gelingt, die Aufmerksamkeit der Zuhörer*innen zu erlangen und ihnen die besondere Welt dieses Textes nahe zu bringen, hängt von vielerlei Faktoren ab. Beeinflussen können Vorlesende vor allem die materielle Seite dieses Vorgangs: Stimme und Sprechweise. Die wesentliche Voraussetzung für deren gezielten Einsatz ist das Textverstehen bzw. die Sinnvermittlung. 

 

In dem Workshop werden vor allem Prosatexte sprecherisch erarbeitet und z.B. folgende Themen angesprochen:

  • die verschiedenen Faktoren der Vorlesesituation
  • die klassische Leselehre: Mittel der Texterfassung
  • die sprecherische Erarbeitung eines Textes: Impulse vom ‚gestischen Sprechen‘ und vom ‚dialogische Vorlesen‘.

Mithilfe von spielerischen Übungen zur Stimmbildung hat jede/r außerdem die Möglichkeit, die eigenen sprecherischen Mittel und die Ausdruckskraft ihrer/seiner Stimme besser kennen zu lernen.

 

Tagesworkshop, je nach Bedarf 1–2,5 Tage

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage


Toning – die Stimme laufen lassen

Workshops Stimme: Toning - die Stimme laufen lassen

Toning ist eine Form, den eigenen Körper zu stimmen – das, was Babies unwillkürlich tun, wenn sie feine hohe, grunzende, murmelnde und andere Klänge und Laute erzeugen. Es erfordert keinen Glauben, ist keine ‚Gabe’, sondern für jeden praktizierbar, die/der ein wenig Mut hat, sich ohne Vorgaben ca. 1–1 ½ Stunden lang dem Fluss der eigenen Stimme zu überlassen. Erforderlich ist allein eine aktive Bereitschaftshaltung, ähnlich „einem Kind, das ein Wunder erwartet“ wie Laurel Elisabeth Keyes sagt. Sie beschäftigte sich in den 60er Jahren eingehend mit der „creative power of the voice“. Die Regeln sind schlicht: jede stimmliche Äußerung ist erlaubt, Bewertungen werden möglichst vermieden („schön“, „gekonnt“, „extravagant“ …), Schweigen ist jederzeit möglich.

 

Ein (Samstag-)Nachmittag, ca. 15–17.30 Uhr 

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage

Vokalmeditation – den Körper zum Tönen, den Geist zur Ruhe bringen

 

A  schwarz

E  weiß

I  rot

Ü  grün

O  blau

 

Arthur Rimbaud

 

Mit Atemübungen, Stimm-Mudras („Handyoga“) und Gedichten stimmen wir uns auf eine Vokalmeditation ein. Das Erfahren und Erlernen dieser Vokal- und Bewegungsfolge bildet das eigentliche Thema des Stimm-Tages.  Die Vokalmeditation wirkt lösend und zentrierend, denn der Gleichklang von Stimme und Bewegung entspannt und belebt zugleich. 

 

Vokale gelten als Laute, die den menschlichen Körper mit ihren verschiedenen Klangspektren zum Schwingen bringen. Die hier vorgestellte Vokalmeditation wurde aus der anthroposophischen Eurythmie entwickelt. Sie sensibilisiert für die Klangräume von Sprache und Musik und bringt in Kontakt  mit dem „Lebenselixier Stimme“. Die Bewegungs- und Vokalfolge ist einfach zu erlernen und dauert etwa zehn Minuten. Als "Klangdusche" am Morgen oder zwischendurch erfrischt sie Körper und Geist. 

 

Tagesworkshop, ca. 10.30–16.30 Uhr

Termin und Kostenbeitrag auf Anfrage